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„Bildung in Afrika“


Ein vergessenes, aber offensichtlich sehr interessierendes Thema: „Bildung in Afrika“ – Podiumsdiskussion am 24.11.2009 in Zusammenarbeit mit „L`Art de Vivre“

Am 24. November 2009 veranstalteten wir mit dem Bildungsprojekt „L`Art de Vivre“ die Podiumsveranstaltung „Bildung in Afrika – Welchen Beitrag können wir leisten?“. Die Veranstaltung im Rahmen der Kampagne „Demand Dignity“ widmete sich einem Thema, das an Wichtigkeit oft unterschätzt wird: Bildung in Afrika und deren präventive Wirkungen bezüglich Menschenrechtsverletzungen. In diesem Zusammenhang wollten wir Möglichkeiten diskutieren und kennen lernen, wie wir einen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten können, dass gerade armen Menschen in Afrika Bildung all zu häufig vorenthalten bleibt.

Ermöglicht wurde uns die Veranstaltung erst durch die Mithilfe zahlreicher anderer Personen und Institutionen. Hervorheben möchten wir an dieser Stelle insbesondere das Kulturzentrum K9, das sich als sehr kooperativer und entgegenkommender Gastgeber der Veranstaltung erwies, sowie Yamila Putz, die Leiterin von „L`Art de Vivre“, die von Beginn an tatkräftig an der Vorbereitung der Veranstaltung mitwirkte und den Abend mit einem informativen Vortrag über ihr Engagement für Schüler in Ruanda eröffnete. Dem folgte ein weiterer Vortrag unseres Gruppenmitglieds Christopher Kahindi, der zum Studium aus Kenia nach Deutschland gekommen ist und anhand seines Lebenswegs die Bedeutung von Bildung für individuelle Lebenschancen veranschaulichte. Für das anschließende Podiumsgespräch, das von Uli Fricker vom Südkurier moderiert wurde, konnten wir Pfarrer Andreas Kluger, Dorothée Hagenstein von der Organisation „Junge Menschen für Afrika“, die Entwicklungsexpertin Professorin Bergé von der HTWG Konstanz und Ulrike Krause von „Studieren ohne Grenzen“ gewinnen. Für uns nahm unser Gruppenmitglied Tobias Gehring an der Gesprächsrunde teil. Die Trommelgruppe SAF-SAP sorgte für die musikalische Abrundung des Abends, der unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Horst Frank stand.

Im Rahmen der Menschenrechtsarbeit braucht es mitunter viel Enthusiasmus: Man ist gewohnt, dass sich viele andere Menschen nicht sehr für Menschenrechte und Menschenrechtsverletzungen auf dieser Welt interessieren. Häufig kommen zu entsprechenden Veranstaltungen, auch von amnesty international, nur wenige Interessierte. Daher war die Erwartung an eine entsprechende Besucherzahl auch nicht sehr hoch. Umso überraschter waren die Gruppenmitglieder dann vom Besucherandrang: Der ganze Saal war bis auf den letzten Platz belegt, die Besucher mussten auf die nächste Etage ausweichen und einige mussten trotzdem stehen! Unter diesen tollen Bedingungen entwickelte sich im Anschluss an die beiden einleitenden Vorträge ein reges Gespräch auf dem Podium, in dessen Verlauf verschiedene Möglichkeiten, sich für Bildung in Afrika zu engagieren, ebenso zur Sprache kamen wie damit verbundene Schwierigkeiten und Begrenzungen. Im weiteren Verlauf hatte schließlich auch das Publikum Gelegenheit, sich mit eigenen Beiträgen und Fragen an der Diskussion zu beteiligen. Hierbei zeigte sich, dass zumindest unter den Besuchern der Veranstaltung von Politikverdrossenheit keine Rede sein konnte: Es gab viele neue Anregungen, auch bezüglich Möglichkeiten, sich selber zu engagieren. Die Bitte, Afrika in lokalen und regionalen Medien stärker zu berücksichtigen, fand viel Zuspruch. Und auch nach dem offiziellen Abschluss der Veranstaltung wurde in kleinen Gruppen noch eifrig weiterdiskutiert.

Wenngleich wir leider keine dem Engagement für Bildung in Afrika sehr kritisch gegenüberstehende Stimme fürs Podium gewinnen konnten, was fraglos zu noch größerer Vielfalt der Perspektiven geführt hätte, entwickelte sich so doch eine sehr interessante und facettenreiche Veranstaltung. Die aufwändige Organisation inklusive über mehrere Monate verteilter außerordentlicher Vorbereitungstreffen hat sich rentiert und nicht nur zu einer rundum gelungenen Podiumsveranstaltung geführt, sondern auch uns nach der Anti-Todesstrafen-Veranstaltung mit der „Journey of Hope“ erneut wertvolle Erfahrungen mit der Organisation größerer Projekte machen lassen. In diesem Sinne möchten wir uns bei allen, die teilgenommen und geholfen haben, für ihrer lobenswertes Engagement bedanken.

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